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[Hauptbd.] (1906)
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Das Archiv des Hauses Stnbenberg.

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daß sie die „in der Briefkammer“ befindlichen Schriften nur„obiter“ durchgesehen, weil die Herren von Stubenberg esverweigert haben, sie „mit Fleiß“ (also Stück für Stück) zubeschreiben. Blieb die vornehmste Briefkammer auch inKapfenberg, so hatten doch auch die anderen Herrschaften,was zum Teil schon der Verwaltung wegen notwendig war,ihre eigenen „HerrSchafts“archive, wie wir solche wenigstensin Restbeständen noch jetzt in Gutenberg und in Mureckfinden. Die wichtigeren Sachen lagen in Kapfenberg, wowir, um nur einen Fall herauszuziehen, das ganze Ma-terial wieder finden, das sich auf die Gegenreformation vonMureck bezog. Die Zersplitterung des Besitzes, die imXVII. Jahrhundert eintrat und am Ende des XVIII. undAnfang des XIX. Jahrhunderts zum Verluste von Unter-kapfenberg führte, gereichte auch den Archivbeständen zumNachteil, wie dies schon oben bemerkt wurde.

Da im Verlaufe der Zeiten die archivalischen Beständestark anwuchsen, so ergab sich wohl von Zeit zu Zeit dieNotwendigkeit, größere Räume und eine größere Anzahl vonLäden beziehungsweise Truhen für die Aufbewahrung derMaterialien beizustellen.

Für den Bestand, wie ihn das Register vom Jahre 1467feststellt, genügte noch eine einzige Lade, wie dies in derRegisterüberschrift auch angemerkt ist. Auch das RegisterFriedrichs von Stubenberg spricht nur von einer Lad’; siewird aber doch eine erhebliche Größe besessen haben, dennsie faßte in sich außer kleineren Ladeln „ein Hauptladl“.Im Jahre 1504 sind schon fünf große Truhen vorhanden, indenen sich Archivalien in Schachteln und kleinen Läden oderin Bündeln (Pinkeln) befanden. Die Truhen waren mit Buch-staben und Ziffern gezeichnet, aber auch die kleinen Läden,Schachteln und Bündel sind, um sie leichter zu erkennen,mit verschiedenartigen Zeichen versehen. Die Register selbsthatten damals eine eigene Truhe, die mit dem StubenbergischenWappen gezeichnet war.

Das Archivsinventar Wolfs von Stubenberg sagt überdie Archivsräume und Archivskästen und -Läden nichts; undgerade er ist es, der auf alte Urkunden oft wichtige Ver-merke geschrieben hat. 1 So schrieb er oft hinzu, in welchem

1 Hatten die Urkunden in der älteren Zeit nur knappe Vermerkevon außen, wie z. B. der Familienvertrag von 1292: Literae dominorumde Stubenberg Friderici, Ulrici, Heinrici, und wurden diese dann ver-deutscht: Herrn Ulrich, Friedrich, Heinrich deren Herrn von Stubenberg

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