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[Hauptbd.] (1906)
Entstehung
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Das Archiv des Hauses Stubenberg.

aller Privatarchive in der Steiermark hingewiesen und sowohl auch den Anstoß gegeben habe, daß es dem Joanneums-archiv einverleibt würde. Auch über die Zeit, wann das ge-schah, konnte ich nichts in Erfahrung bringen. Es soll damitkein Vorwurf für die Leitung des Archivs in früherer Zeitverknüpft sein, weil sich dieses ganze Archiv damals im Sta-dium des Überganges befand. Schließlich mochten die Über-gabsakten und Protokolle schon seit langer Zeit — etwa in-folge einer Übersiedlung — in Verstoß geraten sein. Auchüber die früheren Absichten einer Auflösung des Stuben-bergschen Gesamtarchivs in seine einzelnen Bestandteile unddie Art, wie diese gedacht war und durchgeführt werdensollte, fehlte mir jeder Anhaltspunkt. Was endlich das Wich-tigste war: Sind alle Archive des gräflichen Hauses, wie siein Wieden, Gutenberg, Mureck und vielleicht noch an an-deren Orten verwahrt gewesen sind, nach Graz gekommen?blieb einzelnes zurück, gab es bei der Übernahme durch dasJoanneum Vorbehalte der Familie, solche etwa, die sich aufFragen der Aufstellung und Benützung des Archivs bezogen ?Über alle diese und ähnliche Dinge konnte ich keine Aus-kunft erlangen. In einem Punkte glaube ich eine Gewißheitzu besitzen: ich hörte viel von Unregelmäßigkeiten erzählen,die es bei der Übergabe des Wiedner Archivs gegeben habe;da ich schließlich zu dem Archive des Schlosses Gutenbergselbst Zutritt erhielt, von jenem in Mureck ziemliche Kund-schaft einzog, so war ich der Meinung, es seien ausschließ-lich Wiedner, beziehungsweise Oberkapfenberger Materialiennach Graz abgegeben worden. Ich ging mit der Überzeugungan die Arbeit, daß die hundert und so vielen Schuber, dieman mir als das Stubenbergsche Archiv vorwies, das Ganzeseien, was die Familie dem Lande schenkte und daß sichdort alle die hochinteressanten Stücke vorfinden müßten, diebisher schon, wie oben erwähnt ist, von sachkundiger Handmitgeteilt wurden oder über die doch in einer und der an-deren Art berichtet worden war.

Ich erlebte eine große Enttäuschung; denn erst nachdemich diese Schuber entleert und ihren Inhalt durchstudierthatte, stand ich vor der Tatsache, daß dies Archiv nachseiner Übernahme aufgelöst, die Zerteilung des Stoffes abernoch nicht beendet worden war. Es fehlten zunächst dieälteren Urkunden bis in das XVI. Jahrhundert, die sonachzuerst ausgeschieden und der allgemeinen Urkundenreihe desArchivs einverleibt worden waren. Ich fand diese Urkunden