Druckschrift 
3 (1844)
Entstehung
Seite
279
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Den 13. speisete ich in Gesellschaft des General Paoli')bei Hrn. von Alvcnsieben"). Paoli ist ein sehr schönerMann, der die feinste Lebensari besitzt. Er sieht nicht kriegerischaus, sondern hat eher etwas Sanftes in seinem Auge, und manwürde ihn nicht leicht für den Mann halten, der so lange dasHaupt eines kriegerischen Volks gewesen ist. Man sollte eherglauben, er wäre am Spieltisch ausgewachsen. Er spricht sehrgut, machte einige sehr pertinentc Verglcichungcn zwischen Romund Sparta, und äußerte, daß die Engländer noch durch ihreKauflcute kriegerischer gemacht werden würden ein Gedanke,der sonderbar genug ist.

Den 24stcn wurde ich Hrn. Solander'") auf dem Mu-seo präsentirt, der den Mann aus Ulietea, Omai""), bei sichhatte, mit dem ich mich etwas unterhielt. Er gab mir die Handund schüttelte sie nach englischer Art. Er ist wohl gewachsen,und seine Miene hat nicht das Unangenehme und Hervorstehende

') Pascal Paoli, geb. 1726. gest. 1807.

") Chur-Haunoverschcr Geheimer Rath (Minister). Bei desKönigs Georg's III. Majestät, Chef der damaligen deutschenGeh. Tänzlet in London.

'") Dr. Daniel Solander, einer der Gelehrten, welche denTapitain Cook auf seiner ersten Erdumschiffung (17681771)begleiteten. Geb. 1726. gest. 1781.

"") Omai, ehedem eine Art von Page bei der Königin Obe-ren, wurde vom Capt. Fourneaur im Jahre 1773 nach Londonund vom Capt. Cook, auf seiner letzten Reise, 1779, wiederin sein Vaterland zurückgebracht, wo er einige Jahre nachhergestorben.