Druckschrift 
3 (1844)
Entstehung
Seite
134
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Briefe von Mägden über Literatur.

Erster Brief.

Des Klascrs Dortc hat mich gesagt, daß Sic sie a»ch hal-ten wollte, die gelehrte Zeitung, und da schicke ich ihr ein Blatt,sie darf sich nicht cckeln lassen, es ist ein Ölflecken, der michunten dran gekommen, aber man kanns doch noch lesen. Ab-sonderlich aber wird sie der Brihf vom Schulmeister in Wehndegefallen, thcils weil mich der Plan hinten am Ende wohlge-fällt, sondern hauptsächlich weil der Wilhelm auch Per Secptcrnicht gut ist. Es ist auch wahr, unsre Littcratnr sieht dochauch nun recht mclaneolisch aus und Wilhelm hat sich eine inBrihfcn verschrieben von Berlin. Das wird sie all auch lernen,wenn sie des Abends in unsre thenlschc Gesellschaft, aber essind auch Mädchen drin, hineinkommen wird. Poch sie nuran der Spcißkammcr, oder ruf sie zum Goßstcin herein, so willich ihr ausmachen. Er will den Abend zum erstenmal den Klop-stvckischen Othen mitbringen, und uns daraus vorachircn. Ge-stern lasen wir in Vatter Mekum Lustigen Leuten; aber dannkann ich ihr versichern, daß mir der hohe Geschmack und dertiefe Geschwulst weit mehr besser gefällt, denn ich habe neu-