Druckschrift 
3 (1844)
Entstehung
Seite
228
Einzelbild herunterladen
 

man hätte die arme, unglückliche Ophelia nicht gesehen. Wäredoch Voltaire hier gewesen und hätte Mrs. Smith über denShakespeare cvmmcntircn hören! Ich traue es fast dem unge-wöhnlichen Manne zu, daß er bereut haben würde, was erwider diese Scencn gesagt hat. Das weiß ich, Hütte ich je sowas geschrieben, mit vvltairischem Witz und Einfluß auf dieSchwachen versteht sich, und hätte nachher gesehen, was ich ge-sehen habe, fürwahr, ich hätte Shakespeare's Geist in den Zeitun-gen um Vergebung gebeten. Aber Einen Sieg hat doch Voltairein Drurylane erhalten. Die Todtengräbcrscene bleibt weg. InEoventgardcn behält man sie noch bei. Das hätte Garrick nichtthun müssen. Ein so altes, herrliches Stück mit aller seiner charak-teristischen, rohen Stärke aufgeführt, hätte doch, in dieser süßenZeit, wo auch hier die Sprache der Natur coiivcnrioriell schönemGewäsch zu weichen anfängt, den Fall zuweilen wieder einmalgebrochen, wenn es ihn auch nicht hätte aufhalten können.

Einige der schönsten Seenen muß ich übergehen, unter an-dern die, wo er die Schauspieler unterrichtet, und dann die,in welcher er seiner Mutter die Bcrgleichung zwischen seinemOnkel und seinem Vater ins Herz donnert, und der Geist dar-über erscheint; ein Schlag auf den andern, che man sich nocherholt hat. Er führt ins Unendliche. Ich beschließe alsohier das Trauerspiel und gebe Ihnen nur noch eine kurze Farce.

Sir John Brüte ist nicht bloß ein liederlicher Hund,sondern Garrick macht auch einen alten Gecken aus ihm.Das Letztere ist gleich im Anzug sichtbar. Auf eine Perücke, die