Druckschrift 
3 (1844)
Entstehung
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Hiemus wird nun freilich niemand Hrn. Genricks Anstand ken-nen lernen, den nicht schon etwa vorher das Betragen eines sol-chen wohlerzogenen Franzosen aufmerksam gemacht hat, in demFall wäre dieser Wink die beste Beschreibung. Folgendes wirddie Sache vielleicht klarer machen. Seine Statur ist eher zu denkleinen als den Mittlern zu rechnen, und sein Körper untersetzt.Seine Gliedmaßen haben das gefälligste Ebenmaß, und der ganzeMann ist auf die niedlichste Weise beisammen. Es ist an ihm keindem geübtesten Auge sichtbares Gebrechen, weder in den Theilen,noch in der Zusammensetzung, noch in der Bewegung. In derletztem bemerkt man mit Entzucken immer den reichen Vorrath anKraft, der, wenn er gut gezeigt wird, wie Sie wissen, mehr gefälltals Aufwand. Es schlendert und schleift und schleppt nichts an ihm,und da, wo andere Schauspieler in der Bewegung der Arme undBeine sich noch einen Spielraum von sechs und mehrZollen zu beidenSeiten des Schonen erlauben, da trifft er es, mit bewundernswür-diger Sicherheit und Festigkeit, auf ein Haar. Seine Art zugehen, die Achseln zu zucken, die Arme einzustecken, den Hutzu setzen, bald in die Augen zu drücken, bald seitwärts aus derStirne zu stoßen. Alles mit der leichten Bewegung der Glieder,als wäre jedes seine rechte Hand, ist daher eine Erquickung an-zusehen. Man fühlt sich selbst leicht und wohl, wenn man dieStärke und Sicherheit in seinen Bewegungen sieht, und wieallgegenwärtig er in den Muskeln seines Körpers scheint. Wennich mich selbst recht verstehe, so trägt sein untersetzter Körpernicht wenig dazu bei. Von dein starken Schenkel herab verdünntII!. 14