Druckschrift 
3 (1844)
Entstehung
Seite
113
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mengcwachsen, wie Leib und Seele; eine war munterer, gei-stiger Nntur und stellte die Seele, die andere trag und schläf-rig und stellte den Körper vor. Sie halfen sich wechselswcise,wie Leib und Seele, und lagen sich zuweilen einander in denHaaren wie mut. mut. Leib und Seele auch. Zuweilen wolltedie eine da hinaus, wenn die andere dort hinaus wollte, dadenn die stärkste die andere auf den Buckel nahm und hinging,wo sie hin wollte, so wie wir an Leib und Seele sehen. WarHelena lustig, flugs war es Judith (so hießen sie) auch; hinge-gen ließ Lencheu den Kopf hängen, so hielt ihn Jüdchen auchnicht mehr. Doch hatten beide auch eigene Krankheiten, undda hat man denn Folgendes befunden. Wenn Jüdchen sich denMagen überladen hatte, so wurde Lenchcn purgirt; hingegenschlug man Jüdchen eine Ader, wenn Lenchcn über Wallungklagte. Versuhr man anders, so wurde der einen nicht alleinnicht geholfen, sondern die andere wurde auch krank. Die Ur-sache davon liegt am Tage, denn daß Euren Krankheiten sind,kann man außer den schönen Beweisen, die Hr. Unzer in sei-nem Arzt für diesen Satz anführt, allein schon daraus sehen,daß man daran sterben kann. Hatte nun eine von beidenschon eine Krankheit, und man kam mit noch einer angezogen,so mußte allerdings die Verwirrung so groß werden, daß sie sichauf die audcrc erstreckte. Ans diesem Allen gehörig zusammengenommen, erhellet nun sonnenklar, daß man bei Scclcukrank-hciten die Mittel ans den Leib applicircn müsse. Ja, wennman die Alten nachschlagt, so findet man, so wie überhauptIII. 8