Druckschrift 
3 (1844)
Entstehung
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tet haben. Ja, ihr wißt so wenig von ihm, daß ihr nicht ein-mal sagen könnt, wo er her ist; ein Glück für den armen Mann,sonst würden gleich zwanzig aufstehen und sprechen: ich habeeinenBriefbekommen; oder ich habe einen Durchrei-senden gesprochen, der hat mir gesagt: er sei ein un-ruhiger, sich verstellender Landstreicher; wir sollten uns durchseine Demuth nicht blenden lassen, maßen das ja bekanntlichdie Tugend aller Schelmen sei; dort würde ein anderer schreien:recht, das ist er, ich habe ihn in einer Zeitung beschrieben ge-lesen, er ist aus einem Gefängniß entsprungen. Aber so kannman mit Recht von ihm sagen, was ein sonst gottesvcrgcssenerZwcideutigkeitcnreißcr sehr schön von einem Unschuldigen sagt:Die scharfsichtigste Verläumdung kann nicht daskleinste Häkchen an ihm entdecken, um auch nur dengeringsten Verdacht daran zu hängen. Denn ich willum aller Welt willen nicht hoffen, daß ihr ihm als ein Verge-hen anrechnet, daß er neulich, als er einen seiner ehemaligenGlaubensgenossen besuchte, etwas mitgenommen hat. Mit-genommen, sprechen die Leute, das ist die wahre Spracheder kriechenden, ängstlichen, raunenden Verläumdung, die, wennsie sonst nichts, sich im Fall der Roth zu decken, finden kann,sich im Worte selbst noch einen Schlupfwinkel baut. Warumsagt ihr nicht gleich gerade heraus, gestohlen? Aber ichhabe Materie genug, ich will dieses ungebraucht liegen lassenund lieber gleich fragen, um kurz von der Sache zu kommen:wem hat er es gestohlen? Einem Juden oder einem Christen?