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Einem Juden, sagt ihr. Also gut. Zeigt aber dieses nicht einecdclmüthigc Verachtung seiner ehemaligen Glaubensgenossen an?und daß eine wahre Sinnesänderung bei ihm vorgegangen ist?Wer nicht recht bis auf den Boden bekehrt ist, wird immerheimlich seinem alten Glauben anhangen und heimlich seineehemaligen Bruder lieben. Aber wie edel ist dieses nicht! Nichteinmal so viel würdigt er sie, daß er seinen Fingern Einhaltthut, welches wir alte Christen doch noch selbst gegen die Un-gläubigen thun. Sollte man die That auch nicht billigen, soist doch nicht zu leugnen, daß der Anlaß dazu etwas verräth,was man mit den Hcrrnhutern ein gesalbtes Wesen nen-nen möchte. Alles Übrige, was man von ihm weiß, gereichtihm zur höchsten Ehre, daß er das Hebräische tief studirt hat;daß er sich auf die Sterne versteht und im Stande ist, ein ehr-liches Stück Brot mit Wahrsagen aus den Händen zu verdie-nen u. dgl. Mir ist zwar nicht unbekannt, was die heutigensuperklugen und namentlich die Professoren zu G ... . gegensein Hebräisch einwenden: er verstände kein Arabisch. Gut, erversteht auch keines, aber dafür ist er ein geborner Jude, unddas sind wir nicht. Im Englischen läßt sich Vieles durch dasPlattdeutsche erklären, lernen deßwcgen die Engländer Platt-deutsch ? Keincswegcs. Und am Ende sagt mir, wessen Spracheist das Hebräische? Des Volkes Gottes. Gut. Wessen Spracheist das Arabische? Des Volkes des Teufels. Nichtig. Aber nunsagt mir ferner ums Himmels willen, muß man, um die Sprachedes Volkes Gottes zu erlernen, beim Volk des Teufels in die