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tigkcit geben, da ist der Ort, die Religion mit Mnße zu prü-fen; da konnte der Jude Gründe gegen Gründe, System gegenSystem abwägen, da konnte er untersuchen, welches am bestengcrändct sei, die Äßchcn zählen, um welche jenes zu leicht unddieses zu schwer war; im Stockhause konnte er dieses thnn, nichtin seiner Hütte, nicht auf der Landstraße, nicht in der Syna-goge und nicht auf der Wcchselbank. Ja es ist mir, indem ichdieses schreibe, als wenn mir innerlich etwas sagte: Der Judehat mit Fleiß gestohlen und sich greifen lassen, um Muße zubekommen, das Werk anzufangen. Widersprechendes hat es nichtsin sich. O der Durst nach der wahren Lehre ist bei Manchemsehr brennend, und die Art und Weise, es mit dessen Löschunganzufangen, ist bei einem Menschen nicht wie bei dem andern.Beherzigt einmal dieses, betrachtet den Juden in diesem Lichtund sagt, ob ihr, um des Evangelii willen, das wagen würdet,was er gewagt hat? Wie man eine Hand umwendet, so hätteer können aufgeknüpft werden. Bedenkt, aufgeknüpft, und nichtder Religion wegen, sondern als Spitzbube, als Schelm aufge-knüpft, ohne daß nur eine Zunge oder eine Feder je gesagt hätte:da hängt der Märtyrer.
Wenn ich dieses Alles zusammen nehme, so werde ich immermehr und mehr in einem Gedanke» bestärkt, auf den ich ein-mal bei Durchlcsung des vortrefflichen Büchleins des Herrn Bec-caria von Verbrechen und Strafen gekommen bin, einGedanke, der diesem Kopf von weit geringerer Polhöhe, als dermcinige (ich meine eben diesen scharfsinnigen Jtaliäner), cnt-