Druckschrift 
3 (1844)
Entstehung
Seite
96
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um Dialekts merkwürdig, daher ich sie hier ganz einrücke. Esheißt nämlich daselbst, Seite 17:

,/In de olle Tiden, do wcrcn alle de Gewissen der Lüe(Leute) vecl gcnuer examinieret und de Schelmen und de Galgen-schwengels veel scharpcr strost; man dcd nit vnscen de Pcrsohn,ob he was en gcmeen Kerl or ob he was en förnchmb Kerl,dat was alle like veel. Do wurden ups lest de Karzers so füll,bat en Nechtsman den Vorschlag dcd, ob es nit bettcr was, deehrlikcn Lüe von de Galgenschwengcls aftosundcrn as de Gal-genschwengels von de ehrlikcn Lüe, sint der Galgenschwengclsveel mehr weren als der ehrlikcn Lüe. Dcse Vorschlag dcd By-fall finden und man dcd hvie (hohe) Muren mct hoie Thorenupföhren umb de Städt und alle Stadt wurden Karzers för deGalgenschwengcls. Wann de Prediger or de Rcchtslüe (denn deweren de onlige (einziges ehrlikcn Lüe in en Stadt) saen (sahen)dat en Man hcd en Beassung (vermuthlich kommt das eng-lische d/ass Hang, Neigung daher) to en chrlik Kerl, so settese Hein ut den Dore, und let hcm sry. Dodurch seynd nachund nach Dörpers entstanden und erbuct worden, wo de ehr-likcn Lüe wohnten, de den Galgcnschwcngels in de Stadt upsleßt nit Eten und Drinken to toföhrcn vermögten, do dcd enhecl knnning (recht durchtriebener) Rechts Man, der selber envon den Galgcnschwcngels ma wcst syn, en ander Vorschlag,dat wyl der ehrlikcn Lüe veel to wenig weren, de ander to nn-derhollcn, so möte (müßte oder mögtc) man es med de Galgen-schwengelcy nit so gnu nehmen, damit der ehrlikcn Lüe mehr