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cher schelten zu lassen? Die Ehre haben sie ja so schon, wirhalten ja die meisten schon für Galgenvögel, was haben sienöthig, deßwege» erst Christen zu werden? Das wäre ja lächer-lich. Also seht ihr, ihr selbst mit euren losen Mäulern seidSchuld daran, daß die meisten Juden, die wir zu taufen krie-gen, hungrige Schlucker oder Betrüger sind. Wer Phasancnschießen will, muß sich stille halten, der Sperlinge kommenohnehin genug in allen Fällen.
Ich sage hiermit gar nicht, daß unsere beiden Neubckehr-tcn Schelme waren. Das sei ferne von mir. Gegentheilshabe ich mir vorgenommen, sie mit Gründen, und wenn dasnicht helfen will, mit Eifer gegen die ruchlosen Beschimpfungenunserer Mitbürger zu vcrtheidigcn. Überall, wo man nämlich
hinkommt, sagen die Leute einmüthig: der Jude, der in W
getauft worden wäre, sei einer der größten Spitzbuben, der nurlebendig gedacht werden könne; und doch, wenn man nach einemBeweis des Behaupteten fragt, so halten sie am Berge und wis-sen nichts vorzubringen. Es fehlt ihnen zwar nicht an Schcin-gründen, womit sie ihre boshaften Berläumdungen wahrscheinlichzu machen suchen, als z. E. sie sagen, er habe gestohlen, habezu B .. .. lange im Stockhausc gesessen, sei des Landes ver-wiesen worden, und was dergleichen Sophismata mehr sind.Ich leugne zwar nicht, daß dieses Alles wahr sei, denn es istgerichtlich bestätigt; aber kann der Jude nicht deßwegen ein ehr-licher Kerl sein? Hierauf allein kommt es an. Denn ob ergestohlen oder nicht gestohlen, im Stockhaus gesessen oder nicht