Druckschrift 
3 (1844)
Entstehung
Seite
57
Einzelbild herunterladen
 

57

Ich gestehe gerne, daß er schon schön cm und für sich ist,ohne daß man ihn als eine Anspielung auf gewisse Lehren inder Mathematik betrachtet. Er ist es auch wirklich ohnedemgewesen. Im 62. Psalm wird er gebraucht, und er sagt soVieles mit so vieler Kühnheit, als zwanzig Hexameter mit allerihrer genauen Weitlauftigkeit nicht sagen würden. EinigeSchriftsteller haben sich sehr an diesem Ausdrucke geärgert. Herrvon Justi greift ihn in einer Schrift an, wo man es vielleichtnicht gesucht hätte'), allein auf eine Art, die mich zweifelnläßt, ob er ihn jemals, so wie ihn der Mathematiker braucht,verstauben habe. Er sagt, das Nichts habe keine Grade; aberwer wird denn dieses nicht wissen? Und wer wird mit allenZurüstungen der Metaphysik einen so unschuldigen Ausdruck an-fallen ? Heißt dieses nicht so viel als Anstalten zum Begräbnißmachen, wenn ein Erschrockener spricht: Ich bin des Todes;oder wenn ein verliebter Marquis mit gesundem Herzen sagt:4<z meurs ,1'amour? Meine Absicht ist nicht, diesen Ausdruckzu erklären; es ist dieses schon längst geschehen"), und wemnach dieser Erklärung, ans die ich hier den Leser verweise, nocheinige Zweifel übrig bleiben, der thut überhaupt besser, wenner sich mit andern Dingen abgibt, die den Verstand nicht soangreifen, und ihn in der Falte ruhig lassen, die er im 15.

') Staatswirthschast. P. I. pag. 473.

") Kästners Anfangsgründe der Arithmet. u. Geometrie.Lap. I. F. S5.