Druckschrift 
3 (1844)
Entstehung
Seite
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Emst, ohne welche wir so gut Franzosen wie jene, oder so gutEngländer, als wie diese sein konnten? Und wenn nnn derDeutsche trinkt, so frage ich, für was für ein Publikum hatKunkel getrunken, für ein französisches oder für ein deutsches?Ohnstreitig müssen wir von unfern Mitbrüdern klein denken,wenn wir sie mit französischen Augen betrachten, da wir wissen,wie wir bei den Franzosen stehen. Allein, liebe Landslcute,wann, frage ich, wann wollen wir anfangen, mit unfern eige-nen guten deutschen Augen zu sehen? Wann wollt ihr eucheinmal so zeigen, so wie jeder will, daß ihr zwischen dem Rheinund der Donau aussehen könnt und eigentlich aussehen sollt?französische Tracht, französische Sprache, französische Philosophie,französische Sitten überall. Umsonst ruft die gelehrte Zeitung,gebt uns deutsche Charaktere, ihr Brüder, was Hilsts? Kunkeltrat als Original auf, er hätte in einem deutschen Originalro-man wirklich brillirt, nichts hielt den Deutschen auf, er füllteseine Sphäre ganz mit deutschem hermlischen Fleiß; aber wassagte das Publikum: L'est un pauvro misörable guo cet bomme^il boit oommv un ^Ilomanü. So, liebes Publikum, be-mühst du dich vergeblich um Originale, wenn du sie, sobaldsie austreten, mit einer französircnden Kritik wieder niederschlägst,So ist es nicht schwer, ineine Herren, zu dcmonstrircn, daswir überhaupt noch wenig große Leute gehabt haben, nur frischdurch den Battcur geguckt, so wird man wenige unserer größtenSchriftsteller mehr sehen. Und ich soll es dulden, daß man dich,deutsches Original, so französisch behandelt, bloß weil du nicht