Druckschrift 
3 (1795)
Entstehung
Seite
406
Einzelbild herunterladen
 

406

II. Bekanntlich haben nicht alle Oerter

auf der Erdflache in einem und den selben Au»genblicke Mittag. Nur denen, welche untereinen? und demselben Mittagskreise liegen, kul.minirt die Sonne in einerley Augenblicks.Diejenigen Oerter, welche weiter gegen Ostenliegen, bekommen die Sonne eher in ihrenMittagskreiö, die westlichern spater, und zwardergestalt, daß für jede 15° Unterschied derMittagskreise, eine Stunde eines Sterntagesgerechnet wird.

Illi Wenn also zween Beobachter in ver.schieden?« Mittagskreise?? einerley Begebenheitam Himmel , in einerley absoluten Augenblickewahrnehmen, so werden doch beyde, jedervon seinen? Mittage angerechnet, in diesemAugenblicke nicht gleichviel Stunden, Minntcnund Secunden zählen, sondern der östlicherewird um so viel mehr Zeit attgrbcn, als ereher Mittag gehabt hat. Aus dem Untewschiede der Zeiten findet sich demnächst der Un-terschied der Mittagskreise in Graden (II.).

IV. Da nun die Astronomie lehret, daßz. E. eine Mondsfinsternis, oder die Vcrfinfte.rung eines Iupiterstrabanten, sich einem jede??Beobachter aus der Erde, der sie wahrnch.wen kan, in eine!?? und demselben absolute??Augenblicke darstellen muß, so werden diese

Er-