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2 (1900) Zeitgedichte [u.a.] Neue Gedichte
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258
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2hg Nomamero — Letzte Gedichte.

Ich harre dem — o kvmme bald!

Und kommst du nicht, so steig' ich selbst zur Hölle,Daß ich alldort vor SatanasUnd allen Teufeln dich zur Nede stelle.

Ich kvmme, und wie Orpheus einstTroß' ich der Unterwelt mit ihren Schrecken —Ich finde dich, und wolltest duIm tiefsten Höllenpfuhle dich verstecken.

Hinunter jetzt ins Land der Qual,Wo Httndcringen nur und Zähncklappen —Ich reiße dir die Larve ab,

Der angestrahlten Großmut Pnrpnrlappcn —

Jetzt weiß ich, was ich wissen wollt',

Und gern, mein Mörder, null ich dir verzeihen;Doch hindern kann ich nicht, daß jetztSchmachvoll die Teufel dir inS Antlitz speien.

40.

Sie küßten mich mit ihren falschen Lippen,Sie haben mir kredenzt den Saft der Reben,Und haben mich dabei mit Gift vergeben —Das thatcn mir die Magen und die Sippen.

Es schmilzt das Fleisch von meinen armen Rippen,Ich kann mich stricht vom Sicchbett mehr erheben,Arglistig stahlen sie mein junges Leben —Das thatcn mir die Magen und die Sippen.

Ich bin ein Christ — wie es im KirchcnbncheBescheinigt steht — deshalb, bevor ich sterbe,

Will ich "euch fromm und brüderlich verzeihen.

Es wird mir sauer — ach! mit einem FlucheMöcht' ich weit lieber euch vermaledeicn:

Daß euch der Herr verdamme und verderbe!

41.

Es kommt der Tod — jetzt will ich sagen.Was zu verschweigen ewiglichMein Stolz gebot: für dich, für dich,

Es hat mein Herz für dich geschlagen!