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2 (1900) Zeitgedichte [u.a.] Neue Gedichte
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242
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Romanccro — Letzte Gedichte.

Sie hat in meines Herzens GrundMit ihren Akten sich gefluchtet --Nur eins bleibt im Gedächtnis mir,DaS ist: ich bin zu Grund gerichtet.

9.

Ein Wettcrstrahl, beleuchtend plätzlichDes Abgrunds Nacht, war mir dein BriefEr zeigte blendend hell, wie tiefMein Unglück ist, wie tief entsetzlich.

Selbst dich ergreift ein Mitgefühl!

Dich, die in meines Lebens WildnisSo schweigsam standest wie ein Bildnis,Das marmorschön und marmvrkühl.

O Gott, wie muß ich elend sein!

Denn sie sogar beginnt zu sprechen,Aus ihrem Auge Thränen brechen,Der Stein sogar erbarmt sich mein!

Erschüttert hat mich, was ich sah!

Auch du erbarm dich mein und spendeDie Ruhe nur, v Gott, und endeDie schreckliche Tragödia.

10.

Die Gestalt der wahren SphinxWeicht nicht ab von der des WeibeS;Faselei ist jener ZusatzDes betatzten Löwenleibes.

Todesdunkel ist daS RätselDieser wahren Sphinx. Es hatteKein so schweres zu erratenFrau Jokastens Sohn und Gatte.

Doch zum Glücke kennt sein eignesRätsel nicht das Frauenzimmer:"Spräch' es ans das Lösungswort,Fiele diese Welt in Trümmer.

11.

Es sitzen am Kreuzweg drei FrauenSie grinsen und spinnen,

Sie seufzen und sinnen;

Sie sind gar häßlich anzuschauen,