Letzte Gedichte, 227
Beim Enkel von Hermann nnd ThnSneldcn!
Die nngewaschncn germanischen Hände,
Sic schlugen so gründlich, das nahm kein Ende,
Zumal in den St—ß die vielen Fußtritte,
Die das arme Luder geduldig litte.
Ich kann, rief ich, dir nicht versagen
All meine Bewnndrung; wie kannst du ertragen
So viele Prügel? du bist ein Brutus?
Doch Maßmann sprach: „Die Menge thut es,"
Und apropos: wie sind geratenIn diesem Jahr die Teltower RübenUnd sauren Gurken in meiner liebenBorussenstadt? Und die Littcraten,
Befinden sie sich noch frisch nnd munter?
Und ist immer noch kein Genie darunter?
Jedoch, wozu ein Genie? wir labenUns besser an frommen, bescheidenen Gaben,
Auch sittliche Menschen haben ihr Gutes —
Zwölf machen ein Dutzend — Die Menge thut es.
Und wie geht's in Berlin den LieutenantsDer Garde? Haben sie noch ihre ArroganzUnd ihre nngeschnürte Taille?
Schwadronieren sie noch von Canaille?
Ich rate euch, nehmt euch in acht,
Es bricht noch nicht, jedoch es kracht;
Und es ist das Brandenburger ThorNoch immer so groß nnd so weit wie zuvor.
Und man könnt' euch auf einmal zum Thor hinaus schmeißen,Euch alle, mitsamt den Prinzen von Preußen —Die Menge thut es.
Antwort.
(Fragment,?
Es ist der rechte Weg, den du betreten,
Doch in der Zeit magst du dich weidlich irren;
Das sind nicht Düfte von MuSkat und Mhrrhcn,Die jüngst anS Deutschland mir verletzend lochten.
Wir dürfen nicht Viktoria trompeten,
Solang noch Säbel tragen nnsre Sbirren;
Mich ängstet, wenn die Vipern Liebe girren,
Und Wolf nnd Esel Freiheitslieder flöten —
IS»