226 Romancero — Letzte Gedichte.
Man lügt so Niel! Auch keinen DreierKostet der König dem Bceremneyer,
Derselbe dirigiert siir ihnDie große Oper zu Berlin,
Und doch auch er, der edle Mensch,
Wird nur bezahlt sn monnais cla sinZo,Mit Titel und Würden — Das ist gewiß,Er arbeitet dort für den Rot eis Urusss.
Denk' ich an Berlin, auch vor mir stehtSogleich die Universität.
Dort reiten vorüber die roten Husaren,Mit klingendem Spiel, Trompetcnfanfarcn —Es dringen die soldntcsken ToneBis in die Aula der Musensöhne.
Wie geht es dort den ProfessorenMit mehr oder minder langen Ohren?Wie geht es dem elegant geleckten,
Süßlichen Troubadour der Pandekten.Dem Savigny? Die holde Person,
Vielleicht ist sie längst gestorben schon —Ich weiß es nicht — ihr dürft's mir entdecken,Ich werde nicht zu sehr erschrecken.
Auch Lott' ist tot! Die Sterbestunde,Sie schlägt für Menschen wie für Hunde,Zumal für Hunde jener Zunft,
Die immer angebellt die Vernunft,
Und gern zu einem römischen KnechteDen deutschen Freiling machen möchte.
Und der Maßmanu mit der platten Nas',Hat Maßmann noch nicht gebissen ins Gras?Ich will es nicht wissen, o sagt es mir nicht,Wenn er verreckt — ich würde weinen.
O mag er noch lange im LebenslichtHintrippeln auf seinen kurzen Beinchen,Das Wurzelmttnnchcu, das AlräunchenMit dem Hängcwanst! O diese FigurWar meine LieblingskrcaturSo lange Zeit — ich sehe sie noch —
So klein sie war, sie soff wie ein Loch,Mit seinen Schülern, die bicrcntzügeltDen armen Turnmeistcr am Ende geprügelt.Und welche Prügel! Die jungen Helden,Sie wollten beweisen, daß rohe KraftUnd Flegcltum noch nicht erschlafft