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2 (1900) Zeitgedichte [u.a.] Neue Gedichte
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222
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222 Romancero — Letzte Gedichte.

Zur Tclevlogir.

(Fragment.)

Beine hat uns zwei gegebenGvtt der Herr, um fortzustreben,Wallte nicht, daß an der SchalleUnsre Menschheit kleben falle;

Um ein Stillstandsknccht zu sein,Gnügte uns ein einz'geS Bein.

Augen gab unS Gott ein Paar,Daß wir schauen rein und klar;Um zu glauben, was wir lesen,War ein Aug' genug gewesen.

Gvtt gab uns die Augen beide,Daß wir schauen und begaffen,Wie er hübsch die Welt erschaffenZu des Menschen Augenweide;

Doch beim Gaffen in den GassenSollen wir die Augen brauchen,Und uns dort nicht treten lassenAuf die armen Hühneraugen,Die unS ganz besonders Plagen,Wenn wir enge Stiefel tragen.

Gott versah uns mit zwei Händen,Daß wir doppelt Gutes spenden;Nicht um doppelt zuzugreifenUnd die Beute aufzuhäufenIn den großen Eisentruhn,Wie gewisse Leute thun —

(Ihren Namen auszusprechen,

Dürfen wir uns nicht erfrechen -—Hängen würden wir sie gern.

Doch sie sind so große Herrn!Philanthropen, Ehrenmänner,

Manche sind auch unsre Gönner,Und man macht aus deutschen EichenKeine Galgen für die Reichen).

Gott gab uns nur eine Nase,

Weil wir zwei in einem GlaseNicht hineinzubringen wüßten,Und den Weilt verschlappern müßten.

Gott gab uns nur einen Mund,Weil zwei Mänlcr ungesund.