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2 (1900) Zeitgedichte [u.a.] Neue Gedichte
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Letzte Gedichte.

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Warnung.

Verletze nicht durch kalten TonDen Jüngling, welcher durstig, fremd.Um Hilfe bittend, zu dir kömmt —Er ist vielleicht ein Göttcrsvhn,

Siehst du ihn wieder einst, sodannDie Gloria sein Haupt umslannnt;Den strengen Blick, der dich verdammt,Dein Auge nicht ertragen kann.

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Duelle.

Zwei Ochsen disputierten sichAns einem Hofe fürchterlich.

Sie waren beide zornigen BlutesUnd in der Hitze des DisputesHat einer von ihnen, zornentbrannt,Den andern einen Esel genannt.

Da „Esel" ein Tusch ist bei den Ochsen,So mußten die beiden John Bulle sich boxen.

Auf selbigem Hofe zu selbiger ZeitGerieten auch zwei Esel in Streit,

Und heftig stritten die beiden Langohren,Bis einer so sehr die Geduld verloren,

Daß er ein wildes J-A ausstieß,

Und den andern einen Ochsen hieß.

Ihr wißt, ein Esel fühlt sich tuschicrt,

Wenn mau ihn Ochse tituliert.

Ein Zweikampf folgte, die beiden stießenSich mit den Köpfen, mit den Füßen,

Gaben sich manchen Tritt in den Podex,Wie es gebietet der Ehre Kodex.

Und die Moral? Ich glaub', es gicbt Falle,Wo unvermeidlich sind die Duelle;

Es muß sich schlagen der Student,

Den man einen dummen Jungen nennt.

Erlauschtes.

„O kluger Jckef, wieviel hat dirDer lange Christ gekostet,

Der Gatte deines Töchterleins?Sie war schon ein bißchen verrostet.