216 Romcmcero — Lehte Gedichte.
Die Kröte, die im Gras gelauscht,Hat alles mitgeteilt der Ratte,
Die ihrer Matter Viper gleichErzählt, was sie vernommen hatte.
Die hat's gesagt dem Schivager Frvsch —Und svlchcrweis erfahren konnteDie ganze schmntz'ge Sippschaft stracksDie mir erwiesenen Affrontc.
Des Gartens Rosen waren schon,Und lieblich lockten ihre Düfte;
Doch früh hinwelkend starben sieAn einem sonderbaren Gifte.
Zn Tod ist auch erkrankt seitdemDie Nachtigall, der edle Sprvsscr,
Der jenen Rosen sang seilt Lied; —Ich glaub', vom selben Gift genoß er.
Vermaledeiter Garten! Ja,
Es war, als ob ein Flnch drauf laste;Manchmal am hellen, lichten TagMich dort Gcspensterfnrcht erfaßte.
Mich grinste an der grüne Spnk,
Er schien mich gransam zn verhöhnen.Und anS den Taxusbüschen drangAlsbald ein Ächzen, Röcheln, Stöhnen.
Am Ende der Allee erhobSich die Terrasse, Ivo die WellenDer Nordsee zu der Zeit der FlutTief unten am Gestein zerschellen.
Dort schaut man weit hinaus ins Meer,Dort stand ich oft in wilden Träumen.Brandung war auch in meiner Brust —Das war ein Tosen, Rasen, Schäumen —
Ein Schäumen, Rasen, Tosen war's,Ohnmächtig gleichfalls wie die Wogen,Die kläglich brach der harte Fels,
Wie stolz sie auch herangezogen.
Mit Neid sah ich die Schiffe ziehnVorüber nach beglückten Landen —
Doch mich hielt das verdammte SchloßGefesselt in verfluchten Banden.