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2 (1900) Zeitgedichte [u.a.] Neue Gedichte
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215
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Letzte Gedichte, 215

Der Feind, ich weiß es, kämpfet nichtFür Recht nnd Licht —

Doch hat er Flinten und nicht minderKanonen, viele Hundertpsünder,

Nimm rnhig dein Gewehr zur Hand —

Den Hahn gespannt —

Und ziele gut — wenn Leute fallen,

Mag auch dein Herz vor Freude knallen.

Affrontcnlmrg.

Die Zeit verfließt, jedoch das Schloß,Das alte Schloß mit Turm nnd ZinneUnd seinem blöden Mcnschcnvolk,Es kommt mir nimmer auS dem Sinne,

Ich sehe stets die Wetterfahn',

Die anf dem Dach sich raffelnd drehte.Ein jeder blickte scheu hinauf,

Bevor er nur den Mund aufthtttc.

Wer sprechen wollt', erforschte erstDen Wind, ans Furcht, es möchte plötzlichDer alte Brummbär BoreasAnschnauben ihn nicht sehr ergötzlich.

Die Klügsten freilich schwiegen ganz —Denn ach, es gab an jenem OrteEin Echo, das im WicderklatschBoshaft verfälschte alle Worte.

Inmitten im Schlvßgartcn standEin sphinzgezicrtcr Marmorbronncn,Der immer trocken war, obgleichGar manche Thränc dort geronnen.

Vermaledeiter Garten! Ach,

Da gab es nirgends eine Stätte,

Wo nicht mein Herz gekränkt ward,Wo nicht mein Aug' gewcinct hätte.

Da gab's wahrhaftig keinen Baum,Worunter nicht BeleidigungenMir zugefüget worden sindVon seinen und von groben Zungen,