Letzte Gedichte.
„Nicht mit dem Verstand, nein, mit dem GemütWill ich mein Vvlt regierenIch bin kein DiplvmatiknsUnd kann nicht politisieren.
„Ich bin ein Jäger, ein Mensch der Natnr,Im Walde aufgewachsen
Mit Gemsen und Schnepfen, mit Rehbock und Sau,Ich mache nicht Worte, nicht Faxen.
„Ich kvdrc durch keine Proklamation,
Durch keinen gedruckten Lockwisch;
Ich sage: Mein Volk, es fehlt der Lachs,
Begnüge dich hent mit dem Stockfisch.
„Gefall' ich dir nicht als Kaiser, so nimmDen ersten besten Lansangcl;
Ich habe zu essen auch ohne dich,
Ich litt in Tirol nicht Mangel.
„So red' ich; doch jetzt, mein Weib, leb wohl!Ich kann nicht länger weilen;
Des Schwiegervaters PostillvnErwartet mich schon mit den Gäulen.
„Reich mir geschwind die Reisemütz'
Mit dein schwarz-rot-goldnen Bande —
Bald siehst du mich mit dem DiademIm alten Kaisergewande.
„Bald schaust du mich in dem Pluvial,Dem Purpnrtalar, dem schonen,
Den weiland dem Kaiser Otto geschenktDer Sultan der Sarazenen.
„Darunter trag' ich die Dalmatika,
Worin gestickt mit JuwelenEin Zug von fabelhaftem Getier,
Von Löwen und Kamelen.
„Ich trage die Stola auf der Brust,
Die ist gezieret bedeutsamMit schwarzen Adlern im gelben Grund;
Die Tracht ist äußerst kleidsam.
„Leb wohl! Die Nachwelt wird sagen, daß ichVerdiente, die Krone zu tragen —
Wer weiß? Die Nachwelt wird vielleichtHalt gar nichts von mir sagen."