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2 (1900) Zeitgedichte [u.a.] Neue Gedichte
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205
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Letzte Gedichte.

20S

Licd der Min'kctcudcrin.

Aus dem dreißigjährigen Kriege.

Und die Husaren lieb' ich sehr,

Ich liebe sehr dieselben;

Ich liebe sie ohne Unterschied,

Die blancn nnd die gelben.

Und die MnSketicre lieb' ich sehr,

Ich liebe die Musketiere,

Sowohl Rekrut als Veteran,

Gemeine und Offiziere.

Die Kavallerie und die Infanterie,

Ich liebe sie alle, die braven;

Auch Hab' ich bei der ArtillerieGar manche Nacht geschlafen.

Ich liebe den Deutschen, ich lieb' den Franzos,Die Welschen und Niederländschcn,

Ich liebe den Schwed, den Böhm und Spaujol,Ich lieb' in ihnen den Menschen.

Gleichviel, von welcher Heimat, gleichviel,Bon welchem Glanbensbund istDer Mensch, er ist mir lieb und wert,

Wenn nur der Mensch gesund ist.

Das Vaterland und die Religion,

Das sind nur Kleidungsstücke —

Fort mit der Hülle! das; ich anS HerzDen nackten Menschen drücke.

Ich bin ein Mensch, und der MenschlichkeitGeb' ich mich hin mit Freude!

Und wer nicht gleich bezahlen kann,

Für den Hab ich die Kreide.

Der grüne Kranz vor meinem Zelt,

Der lacht im Licht der Sonne;

Und heute schenk' ich MalvasicrAus einer frischen Tonne.

Schnapphlihn und Schnilpphcnnt.

Derweilen ans dem LotterbettcMich Lauras Arm umschlang — der Fuchs,Ihr Herr Gemahl, aus meiner BuchsStibitzt er mir die Baukbillette.