Nomancero — Letzte Gedichte.
Er will die Poesiemusik,
Rouladen ohne Triller.
Die Instrumental- und Vvkalpocfic,
Die keine Musik ist, will er.
Er will die Herrschaft des GenieS,
Das freilich manchmal stümpert,
Doch in der Kunst oft unbewußtDie höchste Staffel erklimpert.
Er huldigt dem Genie, das sichNicht von der Natur entfernt hat,
Sich nicht mit Gelehrsamkeit brüsten willUnd wirklich auch nichts gelernt hat.
Dies ist das Programm des Katervereins,Und voll von diesem StrebenHat er sein erstes WinterkonzertHeut nacht auf dem Dache gegeben.
Doch schrecklich war die ExekutionDer großen Idee, der pompösen —
Häng dich, mein teurer Berlioz,
Daß du nicht dabei gewesen!
Das war ein Charivari, als obEinen KuhschwanzhopsaschleiferPlötzlich aufspielten, branntweinbcrauscht,
Drei Dutzend Dudelsackpfeifer.
Das war ein Tauhu-Wanhu, als obIn der Arche Noä anfingenSämtliche Tiere unisonoDie Sündflut zu besingen.
O, welch ein Krächzen und Heulen und Knurren,Welch ein Miaun und Gegröhle!
Die alten Schornsteine stimmten einUnd schnauften Kirchenchvrcile.
Zumeist vernehmbar war eine StimmDie kreischend zugleich und matte,
Wie einst die Stimme der Sonntag war,
Als sie keine Stimme mehr hatte.
Das tolle Konzert! Ich glaube, es wardEin großes Tcdcum gesungen,
Zur Feier des Siegs, den über VernunftDer frechste Wahnsinn errungen.