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2 (1900) Zeitgedichte [u.a.] Neue Gedichte
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201
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Letzte Gedichte. 201

Vielleicht auch ward vom KatervereinDie große Oper probieret,

Die Ungarns größter PianistFür Charenton komponieret.

Es hat bei Tagesanbruch erstDer Sabbath ein Ende genommen;

Eine schwangere Köchin ist dadurchZu früh in die Wochen gekommen.

Die sinuebethörte WöchnerinHat ganz das Gedächtnis verloren;

Sie weiß nicht mehr, wer der Vater istDes Kindes, das sie geboren.

War es der Peter? War es der Paul?

Sag, Liese, wer ist der Vater?

Die Liese lächelt verklärt und spricht:

„O, Liszt! du himmlischer Kater!"

Guter Rat.

Laß dein Grämen und dein Schämen!Werbe keck und fordre laut,

Und man wird sich dir bequemen,Und du führest heim die Braut.

Wirf dein Gold den Musikanten,

Denn die Fiedel macht das Fest;

Küsse deine Schwiegertanten,

Denkst du gleich: „Holl euch die Pest!"

Rede gut von einem FürstenUnd nicht schlecht von einer Frau;Knickre nicht mit deinen Würsten,

Wenn du schlachtest eine Sau.

Ist die Kirche dir verhaßt, Thor,

Desto öfter geh hinein;

Zieh den Hut ab vor dem Pastor,

Schick ihm auch ein Fläschchen Wein.

Fühlst du irgendwo ein Jücken,

Kratze dich als Ehrenmann;

Wenn dich deine Schuhe drücken,

Nun, so ziek Pantoffeln an.