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2 (1900) Zeitgedichte [u.a.] Neue Gedichte
Entstehung
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172
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Noinancerr Letzte Gedichte,

Ich inspizierte die Leichen genau;

Denn diese Schelme stellenSich manchmal tot, damit man sieHinabwirft in die Wellen,

Ich nahm den Toten die Eisen ab;

Und wie ich gewöhnlich thne,

Ich ließ die Leichen werfen inS MeerDes Morgens in der Frühe,

Es schössen alsbald heriwr auS der FlntHaifische, ganze Heere,

Sie lieben so sehr daS Negerfleisch;

Das sind meine Pensionäre,

Sie folgten unseres Schiffes Spnr,

Seit wir verlassen die Küste;

Die Bestien wittern den Leichengeruch,Mit schnupperndem Fraßgelüste,

Es ist possierlich anznschn,

Wie sie nach den Toten schnappen!

Die faßt den Kopf, die faßt daS Bein,Die andern schlucken die Lappen,

Ist alles verschlungen, dann tummeln sie sichVergnügt um des Schiffes PlankenUnd glotzen mich an, als wollten sieSich für das Frühstück bedanken,"

Doch seufzend fällt ihm in die Ned'

Van Koek:Wie kann ich lindernDas Übel? wie kann ich die ProgressionDer Sterblichkeit verhindern?"

Der Doktor erwidert:Durch eigne SchuldSind viele Schwarze gestorben;

Ihr schlechter Odem hat die LustIm Schiffsraum so sehr verdorben.

Auch starben viele durch Melancholie,

Diewcil sie sich tödlich langweilen;

Durch etwas Luft, Musik und TanzLäßt sich die Krankheit heilen,"

Da ruft van Koek:Ein guter Rat!

Mein teurer WasscrfeldschererIst klug wie Aristoteles,

Des Alexanders Lehrer,