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2 (1900) Zeitgedichte [u.a.] Neue Gedichte
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170
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170 Roniancero Letzte Gedichte.

Bnbhlonischc Sorten.

Mich ruft der Tod Ich wollt', o Süße,

Dost ich dich in einem Wold verließe,

In einem jener Tannenforstcn,

Wo Wölfe heulen, Geier horstenUnd schrecklich grunzt die wilde San,

Des blonden Ebers Ehefron.

Mich ruft der Tod Es war' noch besser,Müßt' ich auf hohem SeegcwässerVerlassen dich, mein Weib, mein Kind,

Wenngleich der tolle Nordpol-WindDort peitscht die Wellen, und aus den TiefenDie Ungetüme, die dort schliefen,

Haifisch' und Krokodile, kommenMit offnem Rachen cmpvrgeschwommcn

Glaub nur, mein Kind, mein Weib, Mathilde,Nicht so gefährlich ist das wilde,

Erzürnte Meer und der trotzige Wald,

Als unser jetziger Aufenthalt!

Wie schrecklich auch der Wolf und der Geier,Haifische und sonstige Meernngehcucr:

Viel grimmere, schlimmere Bestien enthältParis, die leuchtende Hauptstadt der Welt,Das singende, springende, schöne Paris,

Die Hölle der Engel, der Mensel ParadiesDaß ich dich hier verlassen soll,

Das macht mich verrückt, das macht mich toll!

Mit spöttischem Sumsen mein Bett umschwirrnDie schwarzen Fliegen; auf Nas' und StirnSetzen sie sich fatales Gelichter!

Etwelche haben Ivie Menschengesichter,

Auch Elefantenrüssel daran,

Wie Gott Ganesa in Hindvstan.

In meinem Hirne rumort es und knackt,Ich glaube, da wird ein Koffer gepackt,

Und mein Verstand reist ab o wehe!

Noch früher, als ich selber gehe.