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2 (1900) Zeitgedichte [u.a.] Neue Gedichte
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162
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Nomanccro Letzte Gedichte.

Auf der Insel BimiuiQuillt die allerliebste Quelle;

Aus dein teuren WunderbvrnFließt das Wasser der Verjüngung.

So man eine welke BlumeNetzet mit etwelche» TropfenDieses Wassers, blüht sie auf,

Und sie prangt in frischer Schöne.

So man ein verdorrtes ReisNetzet mit etwelchen TropfenDieses Wassers, treibt es wiederNeue Knospen, lieblich grünend.

Trinkt ein Greis von jenem Wasser,Wird er wieder jung; das AlterWirft er von sich, wie ein KäserAbstreift seine Raupenhülle.

Mancher Graukopf, der zum blondenJüngling sich getrunken hatte,

Schämte sich zurückzukehrenAls Gelbschnabel in die Heimat

Manches Mütterchen insglcichcn,Die sich wieder jung geschlückcrt,

Wollte nicht nach Hanse gehenAls ein junges Ding von Dirnlcin

Und die guten Leutchen bliebenImmerdar in Bimini;

Glück und Lenz hielt sie gefesseltIn dem ew'gen Jngendlande . . .

Nach dem ew'gen Jugendstunde,

Nach dem Eiland BiminiGeht mein Sehnen und Verlangen;Lebet wohl, ihr lieben Freunde!

Alte Katze Mimili,

Alter Haushahn Kikriki,

Lebet wohl, wir kehren nie,

Nie zurück von Bimini!"

Also sang das Weib. Der RitterHorcht dem Liede scblummertrunken;Manchmal nur, als wie im Traume,Lallt er kindisch:Bimini!"