122 Romaiieero — Letzte Gedichte,
Hier erblickt er MclisandcnEndlich mich mit Leibesangen,Die jedoch des Todes SchattenIn derselben Stande deckten.Seinen letzten LicbcssangSingend, starb er zu den FüßenSeiner Dame Melisandc,Markgräfin von Tripolis,Wunderbare ÄhnlichkeitIn dem Schicksal beider Dichter!Nur daß jener erst im AlterSeine große Wallfahrt antrat.
Auch Jehnda bcn HalevyStarb zu Füßen seiner Liebsten,lind sein sterbend Haupt, es ruhteAuf den Knien Jerusalems.
III,
Nach der Schlacht bei ArabellaHat der große AlexanderLand und Leute des Darins,Hof und Harem, Pferde, Weiber,
Elefanten und Dariken,
Krön' und Zepter, gvldnen PlunderEingesteckt in seine weitenMacedonschen Pluderhosen.
In dem Zelt des großen Königs,Der cntflohn, um nicht höchstselbstGleichfalls eingesteckt zu werden.Fand der junge Held ein Kästchen,
Eine kleine güldne Truhe,Mit Miniatnrbildwerkcnlind mit inkrustierten SteinenUnd Kameen reich geschmückt —
Dieses Kästchen, selbst ein KleinodUnschätzbaren Wertes, dienteZur Bewahrung von Kleinodien,Des Monarchen Leibjuwclen,
Letztre schenkte AlexanderAn die Tapfcrn seines Heeres,
Darob lächelnd, daß sich MännerKindisch freun an bunten Steinchen,