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2 (1900) Zeitgedichte [u.a.] Neue Gedichte
Entstehung
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116
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Romancero Letzte Gedichte.

Alle atmen ein, beseligt,

Einen reinen Balsamdust,

Welcher nnvermischt mit schnödemErdendnnst und Mißgcrnche.

Die Hagada ist ein GartenSolcher Lnstkindgrillen-Art,

Und der junge Talmndschüler,

Wenn sein Herze war bestäubet

Und betäubet vom GezänkeDer Halacha, Venn DisputeÜber daS fatale Ei,

Das ein Huhn gelegt am Festtag,

Oder über eine FrageGleicher Jmportanz der KnabeFloh alsdann, sich zu erfrischen,

In die blühende Hagadn,

Wo die schönen alten Sagen,Engelmärchen und Legenden,

Stille Märtyrerhistorien,

Fcstgesänge, Weisheitssprüche,

Auch Hyperbeln, gar possierlich,

Alles aber glnubenskräftig,Glaubensglühend o, das glänzte,Quoll und sproß so überschwenglich

Und deS Knaben edles HerzeWard ergriffen von der wilden,Abenteuerlichen Süße,

Von der wundersamen Schmerzlust

Und den fabelhaften SchauernJener seligen Geheimwelt,

Jener großen Offenbarung,

Die wir nennen Poesie.

Auch die Kunst der Poesie,

Heitres Wissen, holdes Können,

Welches wir die Dichtkunst heißen,

That sich auf dem Sinu des Knaben.

Und Jehuda bcn HalevyWard nicht bloß ein Schriftgelchrter,Sondern auch der Dichtkunst Meister,Sondern auch ein großer Dichter.