Romancero — Letzte Gedichte.
Wo der Allerhöchste gleichfallsAll die guten GlaubenslehrenUnd die hcil'gcn zehn GeboteWctlcrleuchteiid offenbarte.
Schalet ist des wahren GottcSKoscheres Ambrosia,
Wonncbrot des Paradieses,
Und mit solcher Kost verglichen
Ist nur eitel TeufclsdreckDas Ambrosia der falschenHeidcngötter Griechenlands,Die verkappte Teufel waren.
Speist der Prinz von solcher Speise,Glänzt sein Auge wie verkläret,
Und er knöpfet ans die Weste,
Und er spricht mit sel'gem Lächeln:
„Hör' ich nicht den Jordan rauschenSind daS nicht die BrüsselbrnnnenIn dem Palmenthal von Beth-El,Wo gelagert die Kamele?
„Hör' ich nicht die Herdenglöckchen?Sind das nicht die fetten Hämmel,Die vom Gileath-GebirgeAbendlich der Hirt herabtreibt?"
Doch der schöne Tag verflittert;Wie mit langen Schattcnbeinen,Kommt geschritten der VerwünschungBöse Stund' — Es seufzt der Prinz.
Ist ihm doch, als griffen eiskaltHexenfinger in sein Herze.
Schon durchrieseln ihn die SchauerHündischer Metamorphose.
Die Prinzessin reicht dem PrinzenIhre güldne Nardenbüchse.
Langsam riecht er — will sich labenNoch einmal an Wohlgerüchen.
Es kredenzet die PrinzessinAuch den Abschiedstrunk dem PrinzenHastig trinkt er, und im BecherBleiben wen'ge Trvpfen nur.