Romaiiccro Letzte Gedichte.
Wnndrrc!
Wenn dich ein Weib verraten hat,So liebe flink eine andre;
Noch besser war' es, dn ließest die Stadt —Schnüre den Ranzen nnd wandrc!
Dn findest bald einen blauen See,Umringt von Trauerweiden;
Hier weinst du aus dein kleines WehUnd deine engen Leiden.
Wenn du den steilen Berg ersteigst,
Wirst du beträchtlich ächzen;
Doch wenn dn den felsigen Gipfel erreichst,Hörst du die Adler krächzen.
Dort wirst du selbst ein Adler fast,Dn bist wie neugeboren,
Du fühlst dich frei, dn fühlst: du hastDort unten nicht viel verloren.
Altes Lied.
Dn bist gestorben und weißt es nicht,
Erloschen ist dein Augenlicht,
Erblichen ist dein rotes Mündchen,
Und du bist tot, mein totes Kindchen.
In einer schaurigen SommernachtHab' ich dich selber zu Grabe gebracht;
Klaglieder die Nachtigallen sangen,
Die Sterne sind mit zur Leiche gegangen.
Der Zug, der zog den Wald vorbei,
Dort wiederhallte die Litanei;
Die Tannen, in Trauermänteln vermummet,Sie haben Totengebcte gebrummet.
Am Weidensee vorüber ging's,
Die Elfen tanzten inmitten des Rings;
Sie blieben plötzlich stehn und schienenUnS anzuschaun mit Beileidsmienen.
Und als wir kamen zu deinem Grab,
Da stieg der Mond vom Himmel herab.
Er hielt eine Rede. Ein Schluchzen und Stöhnen,Und in der Ferne die Glocken tönen.