öl) Romanccro — Letzte Gedichte.
O, hcil'gcr Thomas! Ich glaub' es kaum!Ich zweifle bis zur Stuude,
Wo ich den Finger legen kannIn meines Glückes Wnndc.
K.-Jnmmcr.
Diese graue WolkcnscharStieg aus eincin Meer von Freuden;Heute muß ich dafür leiden,
Daß ich gestern glücklich mar.
Ach, in Wermut hat verkehrtSich der Nektar! Ach! wie quälendKatzenjammer, Hunde-ElendHerz und Magen mir beschwert!
Zum Hliusfricdc»,
Viele Weiber, viele Flöhe,
Viele Flöhe, vieles Jucken —
Thun sie heimlich dir ein Wehe,
Darfst du dennoch dich nicht mucken.
Denn sie rächen, schelmisch lächelnd,Sich zur Nachtzeit — Willst du drückenSie ans Herze, lieberöchclnd,
Ach, da drehn sie dir den Rücken.
Lcbcwvhl.
Hatte wie ein PelikanDich mit eignein Blut getränkct,lind du hast mir jetzt zum DankGalt' und Wermut eingcschenket.
Böse mar es nicht gemeint,
Und so heiter blieb die Stirne;
Leider mit VergeßlichkeitAngefüllt ist dein Gehirne.
Nun leb' wohl — du merkst es kaum,Daß ich meinend von dir scheide.
Gott erhalte, Thörin, dirFlattersinn und Lebensfreude!