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2 (1900) Zeitgedichte [u.a.] Neue Gedichte
Entstehung
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70
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Romancero Letzte Gedichte.

Blaue Augen, deren SchmelzBlendend wie ein Edelstein,

Aber auch der stieren HärteEines Edelsteins teilhaftig.

Seine Haare waren schwarz,Bläulich schwarz, Vvn seltnem Glänze,Und in üppig schönen LockenAuf die Schulter niederfallend.

In der schönen Stadt Cvimbra,Die er abgewann den Mohren,

Sah ich ihn zum letzten MaleLebend unglncksel'ger Prinz!

Eben kam er vom Alkanzor,

Durch die engen Straßen reitend:Manche junge Mohrin lauschteHinterm Gitter ihres Fensters.

Seines HanpteS Helmbnsch wehteFrei galant, jedoch des MantelsStrenges Calatrava-KrcnzScheuchte jeden Bnhlgedanken.

Ihm zur Seite, freudewedelnd,Sprang sein Liebling, Allan hieß er,Eine Bestie stolzer Rasse,

Deren Heimat die Sierra.

Trotz der Ungeheuern Größe,War er wie ein Reh gelenkig,

Nobel war des Kopfes Bildung,

Ob sie gleich dem Fuchse ähnlich.

Schneeweiß und so weich wie SeideFlockten lang herab die Haare;Mit Rubinen inkrustieretWar das breite goldne Halsband.

Dieses Halsband, sagt man, bargEinen Talisman der Treue;

Niemals wich er Vvn der SeiteSeines Herrn, der treue Hund.

O der schauerlichen Treue!Mir erbebet daS Gemüte,

Denk' ich dran, wie sie sich hierOffenbart vor unfern Augen.