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2 (1900) Zeitgedichte [u.a.] Neue Gedichte
Entstehung
Seite
59
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Erstes Buch. Historien.

Heute »Verden dir gcschlcichtctAchtzig Spanier, stvtzc BratenFür die Tafel deiner Priester,

Die sich an dein Fleisch erguicken.

Denn der Priester ist ein Mensch,Und der Mensch, der arme Fresser,Kann nicht bloß Vvm Riechen lebenUnd vom Düste, wie die Gatter.

Hvrch! die TodeSpanke dröhnt schvn,Und es kreischt daS böse Knhhorn!Sie verkünden, daß heraufsteigtJetzt der Zug der Stcrbcmänucr.

Achtzig Spanier, schmählich nackend,Ihre Hände ans dem RückenFestgebunden, schleppt und schleift manHoch hinauf die Tempcltreppe.

Vvr dem Vitzlipntzli-BildeZwingt man sie das Knie zu beugenUnd zu tanzen Pvsscntänze,

Und man zwingt sie durch Torturen,

Die so grausam und entsetzlich,Daß der Angstschrei der Gequältenllbcrhculct das gesamteKannibalen-Charivari.

Armes Publikum am See!

Cartcz und die Kriegsgcfährtcn,Sic vernahmen und erkanntenIhrer Freunde Angstrufstimmen

Auf der Bühne, grcllbelenchtet,Sahen sie auch ganz genauDie Gestalten und die MienenSahn das Messer, sahn das Blut

lind sie nahinen ab die HelmeVon den Häuptern, knieten nieder,Stimmten an den Psalm der Toten,Und sie sangen:Oe xroknneUsU

Unter jenen, welche starben,War auch Raimond de Mcndoza,

Sohn der schönen Abbatissin,

Cortcz' erste Jugendliebe.