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2 (1900) Zeitgedichte [u.a.] Neue Gedichte
Entstehung
Seite
25
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Erstes Buch. Historien.

Arthur ist nicht gestorben, es bargNicht seinen Leichnam der steinerne Sarg.Ich selber sah ihn vor wenig TagenLebendigen Leibes im Walde jagen.

Er trug ein Kleid von grünem Samt,Die Lippe lacht, das Auge flammt.

Er kam mit seinen JagdgenossenEinhergeritten ans stolzen Rossen.

Wie allgewaltig sein Hifthorn schallt,

Trara trara durch Thal und Wald!Die Zaubcrklänge, die Wundcrtöne,

Sie sind verständlich für CornwallS Sohne.

Sie melden: die Zeit ist noch nicht da,

Doch kommt sie bald Trara trara!lind König Arthur mit seinen GetreuenWird von den Normannen das Land befreien.

Karl i.

Im Wald, in der Köhlerhütte sitztTrübsinnig allein der König-,

Er sitzt an der Wiege des KöhlerkindsUnd wiegt und singt eintönig:

Eiapopeia, was raschelt im Stroh?

Es blöken im Stalle die Schafe

Du trägst das Zeichen an der StirnUnd lächelst so furchtbar im Schlafe.

Eiapopeia, das Kätzchen ist tot

Du trägst auf der Stirne das ZeichenDu wirst ein Mann und schwingst das Beil,Schon zittern im Walde die Eichen.

Der alte Köhlerglaube verschwand,Es glauben die Köhlerkinder

Eiapopeia nicht mehr an Gott,

Und an den König noch minder.

Das Kätzchen ist tot, die Mäuschen sind frohWir müssen zu Schanden werden

Eiapopeia im Himmel der Gott,

Und ich, der König, auf Erden.

Mein Mut erlischt, mein Herz ist krank,Und täglich wird es kränker

Eiapopeia, du Köhlerkind,

Ich weiß es, du bist mein Henker.