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2 (1900) Zeitgedichte [u.a.] Neue Gedichte
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22
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Romanccro Letzte Gedichte.

Die Mönche gingen traurig fortIlud kehrten traurig zunicke:

Hvchwürdigcr Vater, die Welt ist uus gram,Wir sind verlassen vom Glücke.

Gefalleil ist der beßrc Mann,

Es siegte der Bankert, der schlechte,Gewappnete Diebe verteilen das LandUnd machen den Freiling zum Knechte.

Der lausigste Lump ans der NormandieWird Lord ans der Insel der Briten;

Ich sah einen Schneider ans Baycux, er kamMit goldnen Sporen geritten.

Weh dem, der jetzt ein Sachse ist!Ihr Sachscnheiligc drobenIm Himmelreich, nehmt euch in acht,

Ihr seid der Schmach nicht enthoben.

Jetzt wissen wir, was bedeutet hatDer große Komet, der HeuerBlutrot am nächtlichen Himmel rittAuf einem Besen von Feuer.

Bei Hastings in Erfüllung gingDes Unsterns böses Zeichen,

Wir waren auf dem Schlachtfeld dortUnd suchten unter den Leichen.

Wir suchten hin, wir suchten her,

Bis alle Hoffnung verschwundenDen Leichnam des toten Königs Harold,Wir haben ihn nicht gefunden."

Asgod und Ailrik sprachen also;

Der Äbt rang jammernd die Hände,

Versank in tiefe NachdenklichkeitUnd sprach mit Seufzen am Ende:

Zu Grendelfield am Waldenstein,

Inst in des Waldes Mitte,

Do wohnet Edith SchwanenhalsIn einer dürft'gen Hiitte.

Man hieß sie Edith Schwanenhals,

Weil wie der Hals der SchwäneIhr Nacken war; der König Harold,

Er liebte die junge Schöne.