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2 (1900) Zeitgedichte [u.a.] Neue Gedichte
Entstehung
Seite
21
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Erstes Buch. Historien.

Willküren.

Unten Schlacht. Doch oben schössenDnrch die Luft auf WolkenrosscnDrei Walküren, und es klangSchildcrklirrend ihr Gesang:

Fürsten hadern, Völker streiten,Jeder will die Macht erbeuten;Herrschaft ist das höchste Gut,

Höchste Tugend ist der Mut.

Heisa! vor dem Tod beschützenKeine stolzen Eiscmnützcn,

Und das Heldenblut zerrinntUnd der schlechtre Mann gewinnt.

Lorbeerkränze, Sicgesbogen!Morgen kommt er eingezogen,

Der den Bessern überwandUnd gewonnen Leut' und Land.

Bürgermeister und SenatorHolen ein den Triumphator,

Tragen ihm die Schlüssel vor,

Und der Zug geht durch das Thor.

Hei! da böllert's von den Wällen,Zinkeil und Trompeten gellen,Glvckenklang erfüllt die Luft,

Und der Pöbel .Vivatll ruft.

Lächelnd stehen ans BallonenSchöne Fraun, und BlumenkrvncnWerfen sie dem Sieger zu.

Dieser grüßt mit stolzer Ruh'."

Schlachtfeld Sei Hastings.

Der Abt von Waltham seufzte tief,

Als er die Kunde vernommen,

Daß König Harold elendiglichBei Hostings umgekommen.

Zwei Mönche, ASgod und Ailrik genannt,Die schickt' er aus als Boten,

Sie sollten suchen die Leiche HaroldsBei Hostings unter den Toten.