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2 (1900) Zeitgedichte [u.a.] Neue Gedichte
Entstehung
Seite
19
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Erstes Buch. Historien.

Und ihre Stimme, wie'n Zauberlied,

Löst sie den Zwiespalt in seinem Gemüt;

Froh hebt er wieder die Lappen der Ohren,Er fühlt sich verjüngt, wie neugeboren.

Es lebt sich so lieblich, es lebt sich so süßAm Seinestrand, in der Stadt Paris!Wie wird sich Korten civilisierenDein Elefant und amüsieren!

Vor allem aber, o König, lasseIhm reichlich füllen die Reisekasse,

Und gieb ihm einen Kreditbrief mitAuf Rothschild krsrss in der Rue Lafitte.

Ja, einen Kreditbrief von einer MillionDukaten etwa; der Herr BaronVon Rothschild sagt von ihm alsdann:,Der Elefant ist ein braver Mann!'"

So sprach der Astrvlog, und wieder,

Warf er sich dreimal zur Erde nieder,Der König entließ ihn mit reichen Geschenken,Und streckte sich aus, um nachzudenken.

Er dachte hin, er dachte her;

Das Denken wird den Königen schwer.

Sein Affe sich zu ihm niedersetzt,

Und beide schlafen ein zuletzt.

Was er beschlossen, das kann ich erzählenErst später; die indischen Mall'posten fehlen.Die letzte, welche uns zugekommen,

Die hat den Weg über Suez genommen.

Schelm von Bergen.

Im Schloß zu Düsseldorf am RheinWird Mummenschanz gehalten;

Da flimmern die Kerzen, da rauscht die Musik.Da tanzen die bunten Gestalten.

Da tanzt die schöne Herzogin,

Sie lacht laut auf beständig;

Ihr Tänzer ist ein schlanker Fant,

Gar höfisch und behendig.

Er trägt eine Maske von schwarzem Samt,Daraus gar freudig blicketEin Auge wie ein blanker Dolch,

Halb ans der Scheide gezücket.