2l)v Buch der Lieder,
Du. kleine Cousinenknospe! eS ziehtBei deinem Anblick durch mein GemütGar seltsame Trauer, in seinen TiefenErwachen Bilder, die lange schliefen —Sirenenbilder, sie schlagen aufDie lachende» Augen, "sie schwimmen herausLustplätschernd — die Schönste der Schar,Die gleicht dir selber ans ein Haar!
Das ist der Jugend Friihlingstranm —Ich seh' dich an, und glaub' es kaum!Das sind die Züge der teuren Sirene,Das sind die Blicke, das sind die Töne —Sic hat ein süßkrötiges Stimmelein,Bezaubernd die Herzen grvß und klein —-Die Schmeicheläuglein spielen ins Grüne,Meerwunderlich mahnend an Delphine —Ein bißchen spärlich die Angenbrann,
Dach hochgcwölbt und anzuschaun
Wie anmntstolze Sicgesbogcn —
Auch Grübchcnringe, lieblich gezogenDicht unter das Äug' in den rosigen WänglcinDoch leider! weder Menschen noch EngleinSind ganz vollkommen — das herrlichste WeseHat seine Fehler, wie wir lesenIn alten Märchen, Herr Lnsignan,
Der einst die schönste Mecrfcc gewann,
Hat doch an ihr, in manchen Stunden,Den heimlichen Schlangenschwanz gefunden
Druck von Hesse Becker in Leipzig.