Gedichte amZ dem Nachlas;,
3,
„O, die Liebe macht uns selig,O, die Liebe macht »ns reich!"
Also singt man tansendkehligIn dem heil'gen rvm'scheu Reich.
Du, dn fühlst den Sinn der Lieder,Und sie klingen, teurer Freund,Jubelnd dir im Herzen wieder,Bis der große Tag erscheint:
Wo die Braut, mit roten Bäckchen,Ihre Hand in deine legt,
Und der Vater, mit den Säckchcn,Dir den Segen überträgt.
Säckchcn voll mit Geld, unzählig,Linnen, Betten, Silberzeug —
O, die Liebe macht nnS selig,
O, die Liebe macht uns reich!
4.
Der weite Boden ist überzogenMit Blumendeckcn, der grüne Wald,Er wölbt sich hoch zu Siegesbvgen,Gefiederte Eiuzugmusik erschallt.
Es kommt der schone Lenz geritten,Sein Auge sprüht, die Wange glüht!Ihr solltet ihn zur Hochzeit bitten,Denn gerne weilt er, wo Liebe blüht.
An dic Tochter der Geliebten.
Ich seh' dich an und glaub' es kaum —ES war ein schöner Roscnbaum —
Dic Düfte stiegen mir lockend zu Häupleu,Daß sie mir zuweilen daS Hirn betäubten --ES blüht heruor die Erinnerung —Ach! damals war ich närrisch und jung —Jeht bin ich alt und närrisch — Ein StechenFühl' ich im Aug' — Nun muß ich sprechenIn Reimen sogar — es wird mir schwer,DaS Herz ist voll, der Kopf ist leer!