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1 (1900) Buch der Lieder Biographie
Entstehung
Seite
193
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Gedichte aus dem Nachlaß.

Sie schaut mich an mit milder Ruh',Ich aber fast vor Schmerz vergeh'.

Wer weh mir thut, mein Lieb, bist du,Und in der Brust da sitzt das Weh."

Da steht sie auf, und legt die HandMir auf die Brust ganz feierlich;Und Plötzlich all mein Weh verschwand,Und heitern Sinns erwachte ich.

ö.

Ich will mich im grünen Wald ergehn,Wo Blumen sprießen und Vögel singen;Denn wenn ich im Grabe einst liegen werde,Ist Aug' und Ohr bedeckt mit Erde,Die Blumen kann ich nicht sprießen sehn,Und Vögelgesang hör' ich nicht klingen.

6.

Wir wallen jetzt Frieden machen,Ihr lieben Bliimelcin.

Wir wallen schwatzen und lachenUnd wollen uns wieder frenn.

Du weißes Maienglöckchen,

Du Rase mit rotem Gesicht,

Du Nelke mit bunten Fleckchen,Du blaues Vergißmeinnicht!

Kommt her, ihr Blumen, jedeSoll mir willkommen sein

Nur mit der schlimmen RcscdeLass' ich mich nicht mehr ein.

7.

Es faßt mich wieder der alte Mut,Mir ist, als jagt' ich zu Rosse,

Und jagte wieder mit liebender GlutNach meiner Liebsten Schlosse.

Es faßt mich wieder der alte Mut,Mir ist, als jagt' ich zu Rosse,

Und jagte zum Streite mit hassender Wut,Scholl harret der Kampfgenosse.

Werte. I. Vd. 13