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1 (1900) Buch der Lieder Biographie
Entstehung
Seite
171
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Anhang älterer Gedichte. 171

Bamberg und Wnrzburg.

In beider Weichbild fließt der Gnaden Quelle,lind tausend Wunder täglich dort geschehen.

Umlagert sieht man dort bon Kranken stehenDen Fürsten, der da heilet auf der Stelle.

Er spricht:Steht auf und geht!" Und flink und schnelleSieht man die Lahmen selbst von hinnen gehen.

Er spricht:Schaut auf und sehet!" Und es sehenSogar die Blindgeborncn klar und helle.

Ein Jüngling "naht, von Wassersucht getrieben,

Und fleht:Hilf Wundcrthätcr, meinem Leibe!""

Und segnend spricht der Fürst:Geh hin und schreibe!"

In Bamberg und in Würzburg macht's Spektakel,Die Handlung Gebhardts rufet laut:Mirakel!"

Neun Dramen hat der Jüngling schon geschrieben.

Dlls Bild."

Trauerspiel von Frciherrn E. v. Houwald.

Lessing-Da Vincis Nathan und Galotti,Schiller-Raphaels Wallcnstein und Posa,Egmont und Faust von Goethe-Bnonarotti,Die nimm zum Muster, Houwald-Spinarosa!

Aneassin und Nicolettc",

oder

Die Liebe ans der guten alten Zeit".

An I. F. Koreff.

Hast einen bunten Teppich ausgebreitet,

Worauf gestickt sind leuchtende Figuren.

Es ist der Kampf feindseliger Naturen,

Der halbe Mond, der mit dem Kreuze streitet.

Trompetentnsch! Die Schlacht wird vorbereitet;Im Kerker schmachten, die sich Treue schwuren;Schalmeien klingen auf Provcncer Fluren;Auf dem Bazar Karthagos Sultan schreitet.

Freundlich ergötzt die bunte Herrlichkeit:Wir irren wie in märchenhafter Wildnis,BiS Lieb' und Licht besiegen Haß und Nacht.

Du, Meister, kanntest der Kontraste Macht,Und gabst in schlechter neuer Zeit das BildnisVon Liebe aus der guten alten Zeit!