Buch der Lieder,
Junges Blnt, tolles Blut,
Treibt in die Flammenglnt,
Treibt in die Flamm' hinein, —„Bicnelcin! Bienelcin!"
'S flackert nun lichterrat,
Flamme gab Flammentvd, —
„Hut' dich vor Mägdelein,
Söhnelein! Söhnelcin!"
4,
Traum und Leben.
Es glühte der Tag, es glühte mein Herz,
Still trug ich mit mir herum den Schmerz,lind als die Nacht kam, schlich ich fortZur blühenden Rose am stillen Ort.
Ich nahte mich leise und stumm wie das Grab,Nur Thräncu rollten die Wangen hinab;
Ich schaut' in den Kelch der Rose hinein,
Da glomm's hervor, wie ein glühender Schein.
Und freudig entschlief ich beim Nosenbaum;Da trieb sein Spiel ein neckender Traum:
Ich sah ein rosiges Mädchenbild,
Den Busen ein rosiges Mieder umhüllt,
Sie gab mir was HübscheS, recht goldig und weich;Ich trug's in ein goldenes Häuschen sogleich.Im Häuschen da geht es gar wunderlich bunt,Da dreht sich ein Völkchen in zierlicher Rund'.
Da tanzen zwölf Tänzer, ohn' Ruh' und Rast,Die haben sich fest bei den Händen gefaßt;lind wenn ein Tanz zu enden begann,
So fängt ein andrer von vorne an.
Und es summt mir ins Ohr die Tanzmusik;„Die schönste der Stunden kehrt nimmer zurück;
Dein ganzes Leben war nur ein Traum,
Und diese Stunde ein Traum im Traum." —
Der Traum war aus, der Morgen graut,
Mein Auge schnell nach der Rose schaut, —
O weh! statt des glühenden Fünkleins stecktIm Kelche der Rose ein kaltes Insekt,