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1 (1900) Buch der Lieder Biographie
Entstehung
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160
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160 Buch der Lieder.

Unten mnrmeltcn die WogenMilde Zaubcrmelodein;

Süße Nhnnngsschancr zogenSchmeichelnd in mein Herz hinein.

Lausch' ich jetzt beim Sang der Wogen,Klingt viel andre Melodei:

Schöner Trnnm ist längst verflogen,Schöner Wahn brach längst entzwei.

Schau' ich jetzt von meinem BergeIn das deutsche Land hinab,

Seh' ich nur ein Bölklein ZwergeKriechend ans der Riesen Grab.

Muttersöhnchen zehn in Seide,

Nennen sich des Volkes Kern,

Schurken tragen Ehrgcschmeidc,

Söldner brüsten sich als Herrn.

Nur ein Spvttbild auf die AhnenIst das Volk im deutschen Kleid;

Denn die alten Röcke mahnenSchmerzlich an die alte Zeit.

Wo die Sitte und die TugendPrnnklos gingen Hand in Hand,

Wo mit Ehrfurchtscheu die JugendVor dem Greisenaltcr stand;

Wo kein Jüngling seinem MädchenModeseufzcr vorgclügt:

Wo kein witziges DespötchenMeineid in System gefügt;

Wo ein Handschlag mehr als Eidelind Notaricnakte war,

Wo ein Mann im Eisenkleide,

Und ein Herz im Manne ivar.

Unsre Gartenbeete hegenTausend Blumen wnndcrfein,

Schwelgend in des Bodens Segen,

Lind umspielt von Sonnenschein.

Doch die allcrschönste BlumeBlühet unsren Beeten nie,

Sie, die einst im AltcrtumcSelbst auf starrem Fels gedieh;