Buch der Lieder.
Der smaragdene Frühling, der sonneugcwcckte,Und es rauschen die weißen Blütcubäumc,Und die jungen Blumen schauen mich anMit bunten, duftenden Augen,
Und es duftet und summt und atmet und lacht,Und im blauen Himmel singen die Vöglein —Thalatta! Thalatta!
Dn tapferes Rückzugherz!
Wie oft, wie bittcroft
Bedrängten dich des Nordens Barbarinnen!AuS großen, siegenden AugenSchossen sie brennende Pfeile:
Mit krumin geschliffenen WortenDrohten sie mir die Brust zu spalten;Mit KeilschriftbilletS zerschlugen sie mirDas arme, betäubte Gehirn —
Vergebens hielt ich den Schild entgegen,Die Pfeile zischten, die Hiebe krachten,
Und von des Nordens BarbarinnenWard ich gedrängt bis ans Meer —
Und frei aufatmend begrüß' ich das Meer,Das liebe, rettende Meer,
Thalatta! Thalatta!
2.
Gewitter.
Dumpf liegt auf dem Meer daS Gewitter,Und durch die schwarze WolkenwandZuckt der zackige Wettcrstrahl,
Rasch aufleuchtend und rasch verschwindend,Wie ein Wik ans dem Haupte Kronivns.Über das wüste, wogende WasserWeithin rollen die Donner,
Und springen die weißen Wellenrosse,Die Boreas selber gezeugtMit des Erichthons reizenden Stuten,Und es flattert ängstlich das Scegevögel,Wie Schattenlcichen am Styx,
Die Charon abwies vom nächtlichen Kahn.
Armes, lustiges Schifflein,
Das dort dahintanzt den schlimmsten Tanz!Äolus schickt ihm die flinksten Gesellen,