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1 (1900) Buch der Lieder Biographie
Entstehung
Seite
122
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122 Buch der Lieder.

Dorten setz' ich still mich niederUnd gedenke alter Zeit,

Alter blühender GeschlechterUnd oersunkner Herrlichkeit.

Gras bedeckt jetzt den Turnierplatz,Wo gekämpft der stolze Mann,Der die Besten überwundenUnd des Kampfes Preis gewann.

Epheu rankt an dem Ballone,Wo die schöne Dame stand,

Die den stolzen ÜberwinderMit den Augen überwand.

Ach! den Sieger und die SiegrinHat besiegt deS Todes HandJener dürre SensenritterStreckt uns alle in den >sand.

Berg-Idylle.

1.

Auf dein Berge steht die Hütte,Wo der alte Bergmann wohnt;

Dorten rauscht die grüne Tanne,Und erglänzt der goldne Mond.

In der Hütte steht ein Lehnstuhl,Ausgeschnitzelt wunderlich;

Der darauf sitzt, der ist glücklich,Und der Glückliche bin ich!

Auf dem Schemel sitzt die Kleine,Stützt den Arm auf meinen Schoß;Auglein wie zwei blaue Sterne,Miindlein wie die Purpurros'.

Und die lieben blauen SterneSchaun mich an so himmelgroh;Und sie legt den LilienfingerSchalkhaft auf die Purpurros'.

Nein, es sieht uns nicht die Mutter,Denn sie spinnt mit großem Fleiß,Und der Nater spielt die Zither,Und er singt die alte Weis'.