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1 (1900) Buch der Lieder Biographie
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Buch der Lieder.

lim den schlanken Leib der SchönenHab' ich meinen Arm gebogen,lind mit sel'gem Finger fühl' ichIhres Bnscns stolzes Wogen.

Doch ein angstliches GeflüsterZieht sich durch die Lindcnbäume,lind der dunkle Mühlbach untenMurmelt böse, bange Träume.

Ach, Sennora, Ahnung sagt mir,Einst wird man mich relegieren,lind auf Salamankas WällenGehn wir nimmermehr spazieren."

83.

Neben mir wohnt Don Henriqucz,Den man auch den Schönen nennet;Nachbarlich sind unsre Zimmer,Nur von dünner Wand gctrennct.

Salamankas Damen glühen,

Wenn er durch die Straßen schreitet,Sporcnklirrend, schnurrbartkrttusclnd,Und von Hunden stets begleitet.

Doch in stiller AbendstundeSitzt er ganz allein daheimc,

In den Händen die Guitarre,

In der Seele süße Träume.

In die Saiten greift er bebendlind beginnt zu phantasierenAch! wie Katzenjammer quält michSein Geschnarr und Qninkelieren.

84.

Kanin sahen wir uns, und an Augen und StimmeMerkt' ich, daß du mir gewogen bist;

Stand nicht dabei die Mutter, die schlimme,Ich glaube, wir hätten uns gleich geküßt.

Und morgen verlasse ich wieder das Städtchen,Und eile fort im alten Lauf;

Dann lauert am Fenster mein blondes Mädchen,Und freundliche Grüße werf' ich hinauf.